Schlafen Sie sich schön und munter!

BESSERER SCHLAFTräumen wie Dornröschen

Dornröschens Märchen wird Wirklichkeit. Denn wer ausreichend schläft, ist nicht nur hübscher, sondern auch schlauer, schlanker und fitter. Nutzen Sie die Nacht. Mit diesen 10 Tipps schlafen Sie sprichwörtlich schöner.

Was wie entspanntes Schlummern aussieht, ist in Wahrheit ein logistischer Hochleitungsprozess des Körpers. In der Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen erledigt der Organismus all das, wozu er tagsüber keine Gelegenheit hat. Energie bereitstellen, Denken, Verdauen: die Wachphase gehört unseren täglichen Aktivitäten. In der Nacht finden hingegen wertvolle Regenerations- und Speichervorgange statt, die der Körper braucht um sich fit zu fühlen und ebenso auszusehen. Schlafen ist daher nicht nur die beste Medizin, sondern auch das beste Schönheitsmittel. Lesen Sie, warum schlafen so schön ist – und Sie noch schöner macht:

Schön und schlank im Schlaf

Verantwortlich für die nächtliche Regeneration ist vor allem das so genannte Wachstumshormons HGH (Human Growth Hormon), dem Jung- und Schlankmacher schlechthin. Eine Ausschüttung von HGH setzt voraus, dass der Körper mit keinen anderen Stoffwechselvorgängen (z.B. der Verwertung von gerade aufgenommener Nahrung) beschäftigt ist. Während des Schlafens ist also ein idealer Zeitpunkt für die HGH-Produktion. HGH wird dabei vom Körper eingesetzt, um die Zellen zu reparieren und zu verjüngen. Gestresste und schlaff werdende Hautzellen wirken selbst nach einer kurzen HGH-Frischekur sofort praller und der Teint damit vitaler. Zudem ist das Super-Hormon eine Art Schlüssel zu den Fettzellen. Es tritt in die Fettspeicher ein, befreit die Fette und transportiert sie zu anderen Körperzellen, wo sie in Energie umgewandelt werden.

Schlau im Schlaf

Aktive körperliche Prozesse finden während des Schlafens aber nicht nur auf physischer, sondern auch auf psychischer Ebene statt. Denn während das Sandmännchen uns in wundervolle Traumwelten entführt und der Geist scheinbar abschaltet, arbeitet das Gehirn still und leise weiter. Es spult im Schlaf auf neuronaler Ebene jene Prozesse ab, die es tagsüber im Tatsächlichen erlebt hat. Experten sprechen von der so genannten «Replay-Theorie». Wissen, das wir tagsüber erfasst haben, wird im Schlaf vom Gehirn wiederholt und in den dafür vor gesehenen Gehirnwinden gespeichert. Bis zur Nacht hängen neue Erfahrungen also quasi im luftleeren Raum. Erst mit Sandmännchens Hilfe werden sie für immer konserviert. Das ist der Grund, warum uns neu erlernte Tätigkeiten nach einer Mütze Schlaf oft leichter von der Hand gehen.

Immunfit über Nacht

Und das Sandmännchen kann noch mehr: Menschliche Murmeltiere sind nämlich erwiesenermassen seltener krank. Der Grund: Immunschwächungen, die der Körper tagsüber z.B. durch Vieren oder auch durch übermässige körperliche Belastung erfährt, versucht er nachts auszugleichen. Hierfür leisten körpereigene Abwehrzellen nächtliche Überstunden. Besonders aktiv sind die so genannten Killerzellen. Sie haben die Fähigkeit aggressive, von Vieren befallene Zellen zu belagern und unschädlich zu machen. Der Körper schläft sich also sprichwörtlich gesund. Jedenfalls dann, wenn er nachts nicht nur ruht, sondern tief und fest schlummert.

Schäfchen zählen & Co: Die 10 Tipps mit denen Sie besser schlafen

All das Wissen über die regenerative Wirkung des Schlafes hilft Ihnen nicht, wenn Sie Problem haben ein- und regelmässig durchzuschlafen. Wie das geht, erfahren Sie hier: Ein Schlummer-Kurs.

1 Dunkelheit

Im Dunkeln lässt es sich tiefer schlummern, da der Körper bei Finsternis grössere Mengen des Schlafhormons Melatonin produziert. Tipp für Alle, die im Lichtermeer der Grossstadt wohnen: Eine Schlafbrille ist glamourös und wirkungsvoll zugleich.

2 Schlafbeschleuniger

Aromaöle von Lavendel und Vanille wirken schlaffördernd. Wer mag, gibt einige wenige Öltropfen auf ein Taschentuch und legt dieses tagsüber auf sein Kopfkissen. So verteilt sich der Geruch im Bett, ohne sich jedoch allzu intensiv zu entfalten.

3 Regelmässigkeit

Einmal lange aufbleiben, am nächsten Tag zum Ausgleich früh schlafen gehen, am Wochenende bis mittags im Bett bleiben: Was kurzfristig noch angenehm erscheinen mag, stört den natürlichen Schlaf-Rhythmus auf längere Sicht empfindlich. Versuchen Sie, jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit aufzustehen und ins Bett zu gehen. Dann weiss der Körper, wann Ruhe angesagt ist und kann sich entsprechend darauf einstellen - und die Nacht effektiver nutzen.

4 Rituale der Ruhe

Sich direkt vom stressigen Business-Alltag auf einen ruhigen Schlafmodus umzustellen funktioniert nicht. Legen Sie zwei Stunden bevor Sie schlafen gehen alle Arbeit zur Seite und nehmen Sie sich Zeit für sich selbst. Verwöhnen Sie sich mit einem Vollbad, einer Massage oder einer Yoga-Session – so bringen sie die nötige Ruhe Körper und Geist.

5 Light Life

Vor dem Einschlafen sollte man auf schwere Speisen verzichten. Ein voller Magen verursacht nämlich oft Schwierigkeiten beim Einschlafen und blockiert die Ausschüttung des wichtigen HGH. Besser: Eine Tasse Kräutertee oder warme Milch wirken beruhigend. Sie  erhöhen auch die Körpertemperatur leicht und helfen so beim Einschlafen.

6 Nächtliche Notizen

Ein voller Kopf schläft ebenso schlecht wie ein voller Magen. Manche Gedanken nehmen darauf keine Rücksicht und verfolgen uns trotzdem in den Schlaf. Was hilft: Schreiben Sie vor dem Schlafen oder wenn Sie plötzlich aufwachen alles nieder, was Sie bewegt oder erledigen wollen. Das macht den Kopf frei.

7 Gezieltes Entspannen

Machen Sie sich bewusst locker. Gehen Sie hierfür gedanklich jeden Muskel durch und lösen Sie ihn. Tipp: Vergessen Sie nicht die Gesichtsmuskeln! Mit einer angestrengten Denkerstirn schläft niemand gut ein. Wer nicht nur gedanklich die Muskeln entspannen will, macht diese 9 Dehnübungen, die Verspannungen lösen. Zehn Minuten Stretching reichen schon, um mit Körper und Kopf zur Ruhe zu finden.

8 Cool bleiben

Der Körper kühlt in der Nacht um circa ein Grad ab. Eine gedrosselte Außentemperatur erleichtert ihm diesen Prozess. Eine Raumtemperatur von 18 Grad ist daher ideal.

9 Bett bleibt Bett

Nutzen Sie das Bett nur zum Schlafen, nicht zum Fernsehen oder Essen. Der Körper soll lernen, dass er an diesem Ort zur Ruhe findet.

10 Wachliegen positiv sehen

Sollten Sie nachts erwachen, setzten Sie sich nicht unter Druck. Anstatt zu bangen, dass es bis zum Aufstehen nicht mehr lange hin ist, denken Sie lieber daran, wie schön es ist, dass Sie noch nicht aufstehen müssen. Geniessen Sie die verbleibende Zeit. Oft erleichtert dies schon das Wiedereinschlafen.

Schlafmythen und Einschlafmärchen

Dass es das Sandmännchen nicht wirklich gibt wissen wir. Aber was ist mit den anderen Mythen zum Thema Schlaf. Es folgen aufgeweckte Antworten:

  • Der Schlaf vor zwölf ist der Beste. Falsch! Mit diesem Sprichwort will der Volksmund nur sicher gehen, dass es überhaupt zu einer ausreichenden Schlaf-Stundenanzahl kommt. Auch wer spät zu Bett geht, kann gut schlafen, so lange er sämtliche Schlafphasen durchlebt.
  • Ein guter Schläfer schläft durch. Falsch! Mehrmaliges Aufwachen ist durchaus normal und wird oft gar nicht bewusst wahrgenommen.
  • Verpasst Schlafstunden kann man in der nächsten Nacht einfach nachholen. Bedingt! Der Körper kann verpassten Schlaf nachholen. Jedoch nicht durch die Quantität des Ruhens, sondern durch dessen Qualität.
  • Bei Vollmond schläft man schlechter. Falsch! Dies ist ein Mythos für dessen Wahrheit es bis heute keinerlei wissenschaftliche Belege gibt.
  • Nach einem Glas Wein schläft man besser. Falsch! Alkohol macht zwar müde. Um selbigen abzubauen muss der Körper nachts jedoch Schwerstarbeit leisten. Das wiederum behindert die nächtliche Regeneration.

Foto: iStock

Wie man sich bettet so liegt man: Dekoideen für Schlafzimmer
AUSGESCHLAFENDekoideen fürs Schlafzimmer

Für alle Schlafmützen, Träumer und Schmusekatzen ist dieser Raum eine wunderbare Energiequelle. Wir zeigen tolle Dekoideen für Schlafzimmer zum Nachmachen!