In der Boutique Kleih lassen sichKleider mieten statt kaufen.

KleihdKleider mieten statt kaufen

DÜRFEN WIR VORSTELLEN Dank der neuen Mode-Leih-Boutique Kleihd haben wir jetzt immer was Neues im Schrank. Denn die ausgesuchten Designerkleider müssen wir nicht nur, sondern dürfen wir auch nicht kaufen. Alles nur geliehen! Perfekt für besondere Anlässe, Modebegeisterte und unser gutes Gewissen.

Zu schön zum Weggeben, aber nicht mehr schön genug zum Ausgehen. Finden wir jedenfalls oft. Denn unser Geschmack und der Modezeitgeist ändert sich, aber die Kleider, die wir einmal für einen besonderen Anlass oder aus einer Laune heraus gekauft haben, bleiben gleich.

Wie viele Kleider hängen wohl in eurem Schrank, die ihr nur einmal oder vielleicht nie getragen habt? In meinem Fall sind es etwa so viele wie ich Hochzeiten besucht habe (Man kann ja nicht schon wieder das gleiche Anziehen!) plus einige sattgesehene Trends (Spitze mag ich wirklich nicht mehr sehen) und unüberlegte Spontankäufe (Die Trompetenärmel sind aber speziell!).

Carry Bradshaw hat glaube ich einmal gesagt, ich hab mein Geld gern da, wo ich es sehe. In meinem Schuhschrank, oder so. Ich hab es eigentlich lieber da, wo es gebraucht wird und trotzdem habe ich gern immer wieder neue Kleider. Ein Dilemma.

Kleihd: Kleider mieten statt besitzen.

Diese drei Frauen stecken hinter Kleihd

Kleihd ist ein Start-Up von drei spannenden Frauen, das seit 2014 als Verein gegründet und durch Crowdfunding möglich gemacht wurde: Janine Häberle, Paula Fricke und Alena Zehr. Janine Häberle hat Textildesign studiert und war lange als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hocheschule Luzern tätig. Paula Fricke ist beruflich Kunsttheoretikerin und Bühnenausstatterinnen und betreibt einen eigenen Verleih. Alina Zehr unterstützt das Team bei kommunikatorischen und betriebswirtschaftlichen Aufgaben.

Gut also, dass ich letztens Janine Häberle bei einem Apèro getroffen und dabei von der Mode-Leih-Boutique Kleihd erfahren habe. Kleihd, hat nämlich eine ziemlich gute Lösung für modebegeisterte Frauen: Kleider mieten statt kaufen. Und hier findet sich für jeden Anlass was Besonderes zum Anziehen, zum Teilen nicht zum Besitzen. Und zwar nicht irgendwelcher Second-Hand-Ramsch durch den man sich wühlen muss, um vielleicht eine Trouvaille zu finden, sondern ausgesuchte Designerteile aus Sammlungen und immer wieder neue Einzelstücke von Schweizer Designerlables wie Jungle Folk, FREITAG oder It’s Lauber.

Wunderbar auch: Kleihd arbeitet derzeit an einem Online-Katalog für die über 1500 mietbaren Kleihdungstücke. So kann man online die gewünschten Stücke reservieren und dann im Laden abholen. Im einmaligen Einzelverleih kostet ein Kleidungstück für eine Woche 35 Franken, ein Monatsabo inklusive 5 Stücke 55 Franken.

Und weil die Designerstück nur geliehen sind, haben wir zuhause wieder mehr Platz im Schrank und sehr wahrscheinlich auch viel Geld gespart. Und nicht zuletzt beschert uns das Kleider leihen zurecht ein gutes ökologisches Gewissen. Denn die Kleiderproduktion belastet oft die Umwelt und die Arbeitsbedienungen der Näherinnen sind häufig unethisch.

KLEIHD from Andrea Schneider on Vimeo.

Das schönste am Kleider teilen finde ich aber, sind die Geschichten, die damit weiter erzählt werden. Schliesslich hat dieses geliehene Stück schon einmal einer anderen Frau gehört, die darin vielleicht ihrem heutigen Partner begegnet ist, einen Preis für das Studium abgeholt hat oder einfach eine besonders lustige Nacht erlebt hat. Oder das Kleider hat auf verschieden Hochzeiten in Italien, Frankreich und der Schweiz getanzt, geschwitzt und geküsst. Ganz werden wir es nie wissen, aber ein besonderer Zauber ist gewiss.

Kleiderverleih: Leih-Boutique Kleihd

KLEIHD

Mode-Leih-Boutique

Idastrasse 28

8003 Zürich

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Freitag 13:00 – 19:00
Samstag 11:00 – 16:00

kleihd.ch

Bilder: Kleihd

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