Pille absetzenWas passiert mit Körper und Seele?

Die Anti-Baby-Pille verhindert nicht nur eine Schwangerschaft, die künstlichen Hormone wirken auch auf den Rest des weiblichen Körpers und die Seele. Denn ganz gleich ob Haut, Haare, Psyche oder Libido – wer die Pille absetzen möchte, sollte die Folgen kennen.

Pille absetzen: Folgen für Körper und Psyche ohne Anti-Baby-Pille

Du willst die Pille absetzen? Es gibt genug Gründe, die diese Entscheidung bekräftigen. Ein möglicherweise gesteigertes Lustempfinden, die spürbar deutlichere Wahrnehmung der eigenen Weiblichkeit und natürlich der Wunsch nach einem Baby machen das Absetzen der Anti-Baby-Pille zu einer guten Entscheidung.

Andererseits gibt es mindestens ebenso viele Argumente, die dir zum Einnehmen der Pille raten. Ein terminierbarer Zyklus zum Beispiel. Oder ein besseres Hautbild, das Ausbleiben von Stimmungsschwankungen und ein geringeres Risiko von Pilzinfektionen. Mit der Pille ist es eben wie so oft im Leben: Jede Medaille hat zwei Seiten. Für welche du dich entscheidest, bleibt dir überlassen. Fakt ist: Du solltest beide Seiten kennen, wenn du dich für eine entscheidest.

Was verändert sich im Körper ohne Anti-Baby-Pille?

Oft sagt man, die Frau würde durch die Pille keinen richtigen Zyklus erleben. Gemeint ist damit, dass die Anti-Baby-Pille den zyklischen Eisprung unterdrückt. Wo kein Ei entsteht, kann auch keines befruchtet werden – so das Pillen-Prinzip. Als zusätzlichen Schutz kommt es bei Einnahme der Pille zu einer Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, so dass Spermien es gar nicht erst schaffen in selbige einzudringen. Beim Absetzen der Pille wird dieses künstlich hergestellte System unterbrochen und der Zyklus verläuft wieder auf natürliche Weise. Es kommt also zu einem Eisprung und zu einer Menstruationsblutung, anstelle einer Abbruchblutung, wie man die monatlich künstlich erzeugte Blutung unter Einfluss der Anti-Baby-Pille benennt. Dadurch, dass der Körper nach dem Absetzen der Pille wieder einen natürlichen Zyklus erlebt, kommt es eben auch zu typisch zyklischen, also periodisch schwankenden, Erscheinungen. Diese Tatsache ist wohl eine der wichtigsten. Hat die Pille erst dafür gesorgt, dass der Hormonspiegel konstant gehalten wird, kommt es nun zu periodischen Schwankungen.

Wie verändert sich der weibliche Zyklus ohne Pille?

Unmittelbar nach dem Absetzen der Pille muss sich der Zyklus wieder auf ein natürliches Mass einpendeln. Nicht selten kommt es dabei zunächst zu einer Unregelmässigkeit in der Zykluslänge. Teilweise kann das Einsetzen der Blutung nach dem Absetzen der Pille sogar einen ganzen Monat überspringen. Pendelt sich das natürliche Niveau jedoch wieder ein, kehrt damit auch eine Regelmässigkeit ein, die nur in seltenen Fällen der Zyklusgenauigkeit beim Einnahme der Pille gleichkommt. Zyklusschwankungen von ein paar Tagen sind ohne Pille durchaus normal. Dadurch, dass der Hormonhaushalt nach Absetzen der Pille Schwankungen in der Östrogenaktivität unterliegt, empfinden viele Frauen ihren Zyklus nach dem Pille absetzen intensiver. Der Eisprung kann – teilweise schmerzhaft – erlebt werden und auch die Blutungen selbst können stärker, schmerzhafter und mit verstärkten Menstruationsbeschwerden (z.B. Spannen in der Brust oder Kopfschmerzen) auftreten.

Pille absetzen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Theoretisch ist es jederzeit möglich, die Pille abzusetzen. Im Normalfall ist hierfür nicht einmal eine Rücksprache mit dem Arzt notwendig. Oft wird jedoch dazu geraten, eine angebrochene Pillenpackung noch bis zum Ende einzunehmen, um Zwischen- und Abbruchblutungen zu vermeiden und so leichter wieder in das natürliche Zyklusgeschehen einzufinden. Wer sich nicht sicher ist oder wer die Pille nicht nur zum Zweck der Verhütung, sondern aus anderen Gründen (z.B. zur Regulierung von Regelbeschwerden) einnimmt, sollte jedoch in jedem Fall den Rat eines Gynäkologen einholen.

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