Mompreneurs: Karriere dank Selbstständigkeit nach der Geburt?

Mama ist jetzt ChefMompreneurs machen Karriere

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sorgt immer wieder für Diskussionen – können Frauen wirklich beides haben? Während über Teilzeit-Falle und Wiedereinstieg diskutiert wird, machen sich Mompreneurs einfach selbstständig. Ein Trend, der auch in der Schweiz immer mehr Anhängerinnen findet.

Frauen wollen heutzutage beides: Karriere und Kind. Was theoretisch – wenn erst eines von beidem den Lebensrhythmus bestimmt – gut klingt, wird spätestens in der Praxis zur Stolperfalle. Die beiden Job-Beschreibungen Vollzeit-Stelle und Vollzeit-Mama werden für Frauen zum Balance- und häufig auch zum Kraftakt.

Der Grund, warum viele Frauen in Teilzeit wechseln. Dass die 4-Tagewoche aber nur auf den ersten Blick als perfekte Lösung bezüglich Vereinbarkeit von Beruf und Familie gilt und etliche Tücken hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Viele Berufstätige müssen trotz Teilzeit das gleiche Pensum wie ihre Arbeitskollegen stemmen, haben es beim beruflichen Aufstieg schwerer und auch die Altersvorsorge kann unter dem niedrigeren Arbeitspensum leiden. Was also tun Frauen, die weder auf Kind noch auf Karriere verzichten wollen?

Immer mehr werden Mompreneurs. Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern Mom (dt. Mutter) und Entrepreneur (dt. Unternehmer) zusammen und meint Frauen, die sich nach der Geburt ihrer Kinder selbstständig machen. Ein Trend, der sich laut 20 Minunten in der Schweiz immer weiter ausbreitet, wie die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Gründerplattform startups.ch belegen. So wurde 2013 in der Schweiz jedes vierte Unternehmen von einer Frau gegründet – die Hälfte von Müttern, schätzt Michele Blasucci, Geschäftsführer von startups.ch, gegenüber 20 Minuten.

Gründe für die Selbstständigkeit gibt es viele. Allen voran mehr Flexibilität, die ein Angestelltenverhältnis oder Job-Sharing weniger gut zulassen. Müttern, die ihre eigenen Chefs sind, gelingt die Vereinbarkeit von Karriere und Kind offenbar besser, berichtet auch Focus und bezieht sich damit auf eine Studie der Universität Mannheim. Ist Selbstständigkeit also die perfekte Lösung? Oft, aber nicht immer. Gegenüber 20 Minuten gibt Judith Baumberger, Präsidentin des Berufsnetzwerks für Frauen Zürich (BPW), an, dass steigender Unternehmenserfolg die Flexibilität bald behindern kann und eine Fremdbetreuung der Kinder dann doch wieder nötig macht.

Foto: iStock, Thinkstock

«Wieso sollte ich meine Anforderungen zurückschrauben, weil ich Mama geworden bin?»
GENUG MAMA?Diese Jobs sind nur für Mütter!

Es fehlen Fachkräfte und Mütter finden keine Arbeit. Ein Stellenportal nur für Mütter will das ändern.

Kind und Karriere: «Uns Frauen fehlen die realen Vorbilder»
KIND UND KARRIERE«Uns Frauen fehlen die realen Vorbilder»

Warum die Co-Redaktionsleiterin des Friday Magazins gezögert hat, Kind und Karriere zu vereinbaren.