Schwarzes BeautygeheimnisWas bringt die Blackhead-Mask?

WORTH THE HYPE Eine klebrige, pechschwarze Paste, die Mitesser mit einem Rutsch aus der Haut ziehen soll - das ist so eklig wie faszinierend. Aber funktioniert die Blackhead Mask auch?

Schön, faszinierend. Aber wirkt die Black Mask wirklich?

Instagram ist voll von schwarzen Gesichtern. Auch auf Beautyblogs sieht man seit langem schwarz und auf Youtube hält man uns voller Stolz den eigenen Talg hin. Die Blackhead Mask zum Abziehen hat eine regelrechte Schlammwelle ausgelöst, an der niemand vorbei zu kommen scheint, der porentiefreine Haut haben will.

Aber kann Mitesser entfernen wirklich so einfach sein? Und was steckt eigentlich in der schwarzen Paste drin? Wir blicken tapfer hinter die schwarze Maskerade und beantworten die wichtigsten Fragen zur Black Mask.

Was soll die Black Mask bringen?

Der Name ist Programm. Die Blackhead Mask, soll durch den Peel-Off-Effekt schwarze Mitesser aus der Haut herauslösen, die bereits mit Sauerstoff in Kontakt geraten und dadurch oxidiert sind. Durch diese Oxidation hat sich ihre Oberfläche dunkel gefärbt und tritt nun als kleine, schwarz verstopfte Pore an Nase, Kinn oder Stirn zum Vorschein.

Warum ist die Black Mask schwarz?

Dass die Black Mask als tiefschwarze Masse daher kommt, ist nicht nur ein geschickter Marketing-Streich, sondern einem ihrer wichtigsten Inhaltsstoffe geschuldet. Die schwarze Farbe erhält die Black Mask nämlich durch Aktivkohle (aka Charcoal), die von Natur aus schwärzt. Kosmetische Aktivkohle basiert in der Regel auf natürlich gewonnener, pulverisierter Kohle.

Je nach Hersteller ist diese Aktivkohle-Maske mit weiteren Wirkstoffen, wie beispielsweise Vitaminen, Tonerde oder Salicylsäure angereicht. 

Wie wirkt die Black Peel Off Maske?

Aktivkohle ist für seine bindenden Eigenschaften bekannt. Sie wirkt ähnlich wie ein Magnet, der den Schmutz anzieht. Aktivkohle wird deshalb auch in gewöhnlichen Reinigungsgels, Schwämen, Masken, Zahnpasta oder wasserreinigende Sticks eingesetzt. Als Blackhead-Maske im Kampf gegen Mitesser wird Aktivkohle eingesetzt, um den überschüssigen, dunkel gefärbten Talg aus den Hautporen zu ziehen. Viele Black Masken kommen zudem in einer so genannten Peel Off Variante, weil sich der porenreinigende Effekt damit noch weiter intensivieren lässt. Bei Peel-Off-Masken wird die ohnehin bindend wirkende Aktivkohle in eine Textur verpackt, die zunächst streichfähig auf die Haut gegeben wird, hier tief in die Poren eindringt und nach einiger Zeit eine immer festere Konsistenz annimmt, so dass sie letztlich samt der an ihr haftenden Mitesser abgezogen werden kann.

Hält die Black Mask, was sie verspricht?

Schwarze Masken, die mit Aktivkohle für reinere Haut kämpfen, gibt es inzwischen von verschiedenen Anbietern. In wie weit sie wirken, hängt dabei stark von der jeweils verwendeten Wirkstoffformel ab. Grundsätzlich ist Aktivkohle aber ein bewährtes und erprobtes Mittel gegen Unreinheiten. Auch die Mehrzahl der Blogger äussert sich begeistert.

Dennoch darf man von der Black Mask keine Wunder erwarten. Das Treatment mag Spass machen und die Haut sich tatsächlich nach dem Treatment gut und rein anfühlen, der langfristige Effekt dürfte eher gering sein. Denn die Black Mask kann nur dort Mitesser entfernen, wo sie auch etwas greifen kann. Mitesser, die also bereits weit am Porenausgang sitzen, lassen sich von der schwarzen, bindenden Masse also gut erfassen. Solche Mitesser, deren Kern hingegen noch im Poreninneren steckt oder noch gar nicht an die Hautoberfläche gedrungen sind (und damit oft noch weiss sind), lassen sich jedoch selbst von der schwärzesten Maske nicht erwischen.

Tipp: DIY Black Mask

Wer zögert, ob dieser neue Beautytrend sein Geld wert ist, kann die Black Mask ganz einfach selber machen. Alles, was du braucht sind 100ml Milch,5 EL Gelatinepulver und 1 zerbröselte Aktivkohle-Tablette (aus der Apotheke). Alle Zutaten mischen und quellen lassen. Sobald sich eine sämige Paste entwickelt hat, kann die Maske auffgetragen werden. Nach ca. 10 Minuten wieder abnehmen.

Woran erkennt man eine gute Black Mask?

Bitte einmal auf die Ingredienzienliste schauen. Denn je nach Art der zusätzlich verwendeten Inhaltsstoffe kann die Wirkung besser oder schlechter ausfallen: Bei Einsatz von Salizylsäure und Glykolsäure wird beispielsweise ein zusätzlicher Peelingeffekt erreicht, der die Haut besonders weich und eben wirken lässt. Andere Produkte verwenden stattdessen Vitamine, um zusätzlich Anti-Aging- oder Pflegewirkung zu erreichen. Da reinigende Wirkstoffe wie Aktivkohle oder Tonerde, die Haut eher austrocknen, sollte darauf geachtet werden, dass auch Inhaltsstoffe enthalten sind, die der Haut Feuchtigkeit spenden und sie beruhigen. Nach der Maske sollte in jedem Fall eine reichhaltige Feuchtigkeitspflege und/oder ein Serum aufgetragen werden.

Hat die Black Mask Nebenwirkungen?

Vor allem wer geneigt ist, Mitessern durch Drücken und Quetschen zu Leibe zu rücken, findet in Aktivkohle-Masken grundsätzlich eine sanftere Alternative. Bei sparsamer Dosierung (max 1x pro Woche) sind in der Regel keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Vorsicht gilt aber bei Masken-Zusammensetzungen, die besonders viel Alkohol enthalten. Diese können die Haut reizen und austrocknen (Warum Alkohol als Kosmetik-Inhaltsstoff schädlich sein kann, erklären wir hier). Auch auf Parfum- und Duftstoffe sowie Menthol und Eucalyptus (eines der häufigsten Kontaktallergene) sollte empfindliche Haut lieber verzichten.

Wer eher empfindliche und trockene Haut oder akute Akne hat, sollte lieber zu milderen Aktivkohlemasken bzw. Tonerdemasken ohne Peel-off-Effekt greifen.

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Titelbild: zVG JorgObé

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