Gute Noten, Glück in der Liebe: Wie Namen das Leben beeinflussen

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Studien zeigen, dass der Vorname eines Kindes enorme Auswirkungen auf die Beurteilung in der Schule, aber auch auf das Liebesleben haben kann. Vor welchen Namen sollten Sie sich hüten, welches sind die beliebtesten und welche Trends gibt es in der Schweiz?

Babynamen sagen Zukunft vorausFoto: Siri Stafford - Fotolia

Längst ist es offiziell: Kevin und Chantal sind keine glücklich gewählten Namen. Studien aus dem gleichsprachigen Nachbarland zeigen: Bestimmte Namen sind nicht nur unbeliebt, sie haben sogar schlechte Auswirkungen auf Schulnoten oder dem Erfolg beim Dating. In einer Oldenburger Studie befragte die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Astrid Kaiser 2000 Lehrer und Lehrerinnen zu Schülernamen und den dazugehörigen Assoziationen. Das Ergebnis: Vorurteile und Vorschusslorbeeren. Die Pädagogen steckten die Schüler je nach Vorname in eine Schublade. Bildungschancen würden deshalb allein schon durch den Vornamen beeinflusst, sagt Kaiser. Laut ihrer Studie empfinden Lehrer folgende Vornamen als besonders freundlich und leistungsstark: Alexander, Maximilian, Simon, Lukas und Jakob. Und bei den Mädchen: Charlotte, Nele, Marie, Emma und Katharina. Welche Vornamen Lehrer dagegen eher den Rotstift zücken lassen, verraten wir Ihnen hier.

Die unbeliebtesten Vornamen auf der Schulbank:

Kevin: Dieser englische Vorname stammt ursprünglich aus dem Altirischen und bedeutet «hübsch und anmutig von Geburt». Heute symbolisiert der Name alles andere als Anmut.  Mittlerweile spricht man sogar von «Kevinismus», wenn Eltern ihren Kindern einen auffällig popkulturellen oder exotischen Namen geben. Ein Lehrer, der an der Studie teilnahm, kommentierte, Kevin sei kein Name, sondern eine Diagnose.

Chantal: Der Name geht auf die Französin Jeanne de Chantal zurück, eine Heilige der katholischen Kirche. Wer heute noch behauptet, Chantal sei ein schöner Name, ist eher scheinheilig. Chantal ist das Gegenstück zu Kevin und prägte den weiblichen Gegenbegriff «Chantalismus», der dasselbe wie «Kevinismus» bedeutet.  

Justin: Justin ist die moderne Fassung des lateinischen Lustinus, was so viel wie «der Gerechte» bedeutet. Was Leute heute mit dem Namen assoziieren, ist allerdings höchst ungerecht. Justin gilt als typischer Unterschichtsname. Beliebt wurde er vor allem durch den Popstar Justin Timberlake. Sein Kind «Britney» zu nennen, ist auch keine gute Idee. 

Dennis: Dieser Name leitet sich vom griechischen Wein-Gott Dionysos ab. Eigentlich ist es ein gewöhnlicher Name. Da er aber oft im «Trash -TV» vorkommt, wird er eher durch den Kakao und ruft bei vielen lächerliche Assoziationen hervor.

Marvin: Der Name Marvin ist im englisch- und deutschsprachigen Raum weit verbreitet und bedeutet «grosser Freund». Mittlerweile hat der Name jedoch viele Feinde. Laut der Oldenburger Lehrerumfrage gelten Schüler mit diesem Namen als verhaltensauffällig und leistungsschwach.

Jaqueline: Jaqueline ist die französische Form des deutschen Namens Jakobine. Auf die Frage: «Welche Vornamen würden Sie Ihrem Kind auf keinen Fall geben?» belegte «Jaqueline» den zweiten Platz. Bei der Frage «Nennen Sie Vornamen von Schülerinnen/Schülern, die bei Ihnen Assoziationen zu Verhaltensauffälligkeit hervorrufen» rangierte «Jaqueline» auf Platz fünf.

Welcher Vorname kriegt gute Noten und viele Dates?

Der Name eines Kindes wird in der Schule zum Etikett, das Aufschluss über Kompetenzen und Verhalten liefert. Sobald nur ein Name, aber keine weiteren Informationen über einen Menschen vorliegen, assozieren wir bewusst oder unbewusst Persönlichkeitsmerkmale, die auf verallgemeinerten Erfahrungen oder Vorurteilen beruhen. Das gilt aber nicht nur für die Schullaufbahn, sondern offenbar auch für die spätere Partnersuche. Die Beziehungsforscherin Wiebke Neberich untersuchte die Klickrate der Online-Dating-Plattform «eDarling» und fand anhand der Klickraten heraus, dass auch hier bestimmte Vornamen bevorzugt oder benachteiligt sind. Zudem könnten sich Namen zu einer self-fulfilling prophecy auswachsen. Laut Neberich liessen die Persönlichkeitsprofile der mit Vorurteilen behafteten Namensträger tendenziell auf ein geringer ausgeprägtes Selbstwertgefühl sowie auf einen niedrigeren Bildungsstand schliessen.

Top 6 der meist geklicktesten Vornamen:

Top 6 der am schlechtesten geklickten Vornamen:

 Felix  Kevin
 Paul  Uwe
 Lukas  Mike
 Hannah  Chantal
 Lena  Johanna
 Katharina  Sylvia


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